Die Geschichte des Theatervereins Stansstad

Die Gründung der Theatergesellschaft Stansstad wird zwischen 1913 und 1919 angenommen. Diese Annahme stützt sich auf Aussagen früherer Theaterspielerinnen und –Spieler des Stansstader Theaters. Ein genaues Gründungsdatum konnte nicht ausfindig gemacht werden. Die neugegründete Vereinigung war sowohl in finanzieller wie auch in geistiger Hinsicht Erbe des damaligen Männerchors.

Mit dem Stück "De Spion vo Meierskappel" startete die Theatergesellschaft Stansstad im Jahre 1920 ihre erste Spielsaison. Gespielt wurde damals im Saal des Hotel Freienhof. Das Stück soll gute Aufnahme beim Publikum gefunden haben. Bereits 1921 fanden keine Aufführungen statt. Die Gründe dafür konnten nicht ermittelt werden. In den folgenden Jahren aber wurde in Stansstad regelmässig und mit Erfolg Theater gespielt. Unterbrüche gab es nur noch in den Jahren 1933 (Krise) und 1941 –1945 (Krieg). Folgende Stücke wurden inszeniert: "Alte und neue Liebe" oder "Die Mühle von Stansstad", "De Gizchrage", "Ein verlorenes Leben", "De Schmiedmeister Schnüüfeli und sin erste Geniestreich", "D'r Briefträger vo Hohbühl" oder "Die Macht der Töne", "Beim Kreuz'l im Tannengrund", "Die Lieder des Musikanten", "Die Bettel Urschel", "Die Namenlose", "Der Verschollene", "Die Braut des Wilderers", "Durch Nacht zum Licht", "Mutterleid im Bettlerkleid", "Abseits der Strasse", "Das Fischermädchen von Helgoland", "Annelies, das Kind der Berge" oder "Das Lied der Berge", "Wenn ein Wienerwalzer klingt", "Schuld und Sühne" oder "Der Segen des vierten Gebotes", "D'Familie Nägeli" und "Wer zletscht lached......". Im Jahre 1950 wurden wohl noch Theaterproben durchgeführt, zu einer Aufführung kam es aber nicht mehr. Am 7. Oktober 1950 löste sich die Theater-Gesellschaft auf.

Mitte der 50er Jahre bemühten sich verschiedene Mitglieder von Dorfvereinen um eine Wiederbelebung der Theater-Tradition. Dies führte zu einigen Theateraufführungen des Gemischten Chors (Kirchenchor/Cäcilienverein), der Musikgesellschaft und des Schützenchörli's. Dann war wieder Ruhe.

Gegen Ende des Jahres 1988 regte sich erneut eine kleine Gruppe Theaterbegeisterter. Die Initianten, Frau Margrit Christen-Rossi, die Herren Sepp Flüeler und Jonny Näf, verstanden es, innert kurzer Zeit ca. 30 Personen für ein neues Theater in Stansstad zu gewinnen. Am 16. November 1988 erschien im Nidwaldner Volksblatt ein Artikel von Sepp Flüeler "Gibt es in Stansstad bald wieder eine Theatersaison?", dabei wurde auf die seinerzeitigen Aufführungen der Theater-Gesellschaft verwiesen und zum Mitmachen aufgefordert. Das Echo war so gross, dass schon bald eine erste Zusammenkunft der Interessenten im Restaurant Acheregg stattfinden konnte. Man wurde sich einig, ein Organisationskomitee zu bilden, das die Statuten aufstellen und Mitglieder für den Vorstand suchen sollte. Dort, wo die Theater-Gesellschaft 1949 zum letzten Mal auftrat, sollte der neue Verein ins Leben gerufen werden. Nach fast 40 Jahren Theaterpause stand der Gründung des neuen Vereins nichts mehr im Wege.

Am 23. Juni 1989 war es dann soweit. 38 Theaterbegeisterte kamen zur Gründungsversammlung des neuen Vereins ins Hotel Freienhof. Die von Ignaz Arpagaus verfassten Statuten wurden gutgeheissen.

Der "Theaterverein Stansstad" wurde ins Leben gerufen. Voller Erwartung blicken alle dem ersten Ziel des Theatervereins entgegen:

Die erste Theateraufführung im Jahre 1990.

 

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